Es begann alles mit einer langen Email von Dr. Nikolaus Gatter zur Karnevalszeit im Jahre 2000, als Christiane Nägler sich erstmalig mit der europäischen Salonkultur auseinandersetzte. Animiert durch einen Fernsehbeitrag über "Berliner Salonlöwinnen" entstand das Interesse der Literaturbegeisterten an der Salontradition und bei ihren Recherchen stieß sie relativ bald auf die Varnhagen Gesellschaft.
Der gemeinnützige, literarische Verein mit Sitz in Köln tritt nämlich dafür ein, dass die Werke, Schriften und Ideen des berühmten Ehepaares Rahel Levin Varnhagen (1771-1833) und Karl August Varnhagen von Ense weiterwirken und in die Gegenwart ausstrahlen. In Rahels Berliner Salon in der Jägerstraße, einer „Enklave des freien Geistes“ trafen sich u.a. die geistigen Größen der damaligen Zeit, wie Jean Paul, Friedrich Schleiermacher, Alexander Humboldt und Prinz Louis Ferdinand.
Der erste Kontakt zu Dr. Nikolaus Gatter war ein sehr intensiver und inspirierender und mündete in einem Treffen im Wiesbadener Café Maldaner. Dort trafen sich die beiden ganz stilecht auf einem geselligen Canapé und parlierten einen Tag lang über Rahel Varnhagen und die bürgerlichen Salons. Genauer gesagt war es Christiane Nägler, die von Nikolaus Gatter alles Wissenswerte über die Berliner Zirkel erfuhr.
Es blieb nicht bei diesem Kontakt.